Fortsetzung: Die Heilige Märtyrerin Theodora
1796 erhielt die Pfarrkirche einen neuen Hochaltar. Dabei wurde der Kredenzaltar entfernt und die Gebeine der Heiligen fanden auf dem rechten Seitenaltar einen neuen Platz.
In der Zeit der Aufklärung und Säkularisation ging durch die wallfahrtsfeindlichen Maßnahmen der bayrischen Montgelas-Regierung die Wallfahrt zur hl. Theodora sehr zurück. Bei der Kirchenrenovierung 1860 wurden viele Seitenaltäre entfernt und dafür im südlichen Seitenschiff ein Dreifaltigkeitsaltar aufgestellt. Der Leib der hl. Theodora wurde jetzt unter die Mensa dieses Seitenaltares gestellt und geriet so schnell in Vergessenheit. Die Wallfahrt zur hl. Theodora hörte endgültig auf.
Doch 1934 kam die Heilige nochmals zu Ehren. Unter Stadtpfarrer GR Mauerer erhielt die hl. Theodora am 4. Oktober einen neuen Ehrenplatz auf dem Muttergottes-Altar, und es fanden sich auch wieder Pilger und Beter ein. Doch zu einer Wiederbelebung der Wallfahrt kam es nicht mehr.
Als 1971 das Presbyterium der Stadtpfarrkirche abgebrochen wurde, um für einen Erweiterungsbau Platz zu gewinnen, mußte die hl. Theodora auf Wanderschaft gehen. Sie fand eine neue Bleibe in der Filialkirche Untergrasensee. Doch als auch dort die Kirchenrenovierung begann, wurde es höchste Zeit für eine Heimkehr der hl. Theodora. In der Gartlberger Wallfahrtskirche wurde ihr ein neuer Ehrenplatz geschaffen, in einer Seitennische rechts vom Hochaltar.
Nach einer sorgfältigen Renovierung bei den Schwestern in Thyrnau übergab Stadtpfarrer Prälat Asenkerschbaumer bei einem feierlichen Gottesdienst am 31. Dezember 1984 den Schrein mit den Reliquien der hl. Theodora der Wallfahrtskirche Gartlberg.
Jetzt können die Wallfahrer und Beter, die zur Schmerzhaften Mutter vom Gartlberg kommen, auch der hl. Märtyrerin Theodora ihre Verehrung erweisen und sie um ihre Fürbitte anrufen.
Heilige Theodora, bitte für uns!
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