Weihnachten 2011

Liebe Mitglieder der Salvatorianischen Familie, liebe Angehörige,
MitarbeiterInnen und Freunde "unseres Gartlberg"!

Krippen drücken das jeweilige Lebensgefühl der Menschen verschiedener Epochen und Regionen aus. Unser diesjähriges Kartenmotiv zeigt einen Ausschnitt der neapolitanischen Barockkrippe, die in der von uns Salvatorianern betreuten Wallfahrtskirche in Maria Steinbach zu sehen ist. Da liegt, dem Lebensgefühl des Barock entsprechend, den Himmel auf die Erde zu holen, das Kind nicht in der rauen Krippe, sondern es räkelt sich auf dem Schoß der Mutter Gottes und dazu noch auf einem weichen Kissen. So präsentiert Maria den Umstehenden und Knienden ihr Kind. Wie immer sich die Künstler des Barock die Geburt Jesu ausgemalt haben mögen, die Wirklichkeit damals vor 2000 Jahren war jedenfalls rau. In ärmlichste Verhältnisse hinein wird Jesus geboren und vor-wiegend von den Armen der damaligen Zeit wahrgenommen. Wer daher dem Geheimnis von Weihnachten näher kommen will, wird dies nicht in äußer-lichen sentimentalen Stimmungen entdecken, sondern indem er sich auf  Gott    in diesem Kind Jesus Christus einlässt, sich ihm anbetend selbst anvertraut.   Wie hauptsächlich den Armen, Schwachen und Sündern damals gilt auch heute jenen, die sich dem Kind in der Krippe überlassen, dass aus der tiefen Begegnung mit dem Herrn trotz so mancher unerfreulichen Erfahrungen Freude, Trost, Zuversicht für das Leben erwachsen wird.

Was uns “Gartlberger” anbelangt, so ist wieder ein weiteres Jahr nur allzu schnell im gewohnten Zyklus vorübergegangen. Außerordentliche Ereignisse waren heuer selten. Traurig stimmt uns, dass der Gartlberger Chor, der jahrzehntelang die Gottesdienste bereichert hatte, aus Altersgründen aufhören musste. Erfreulich dagegen ist, dass die Wallfahrtskirche seit der Renovierung wieder viele Besucher anzieht.

Auch unser Begegnungshaus wartet mit einer höheren Belegung auf, wobei sich die regelmäßige Unterbringung von Berufsschülern stark bemerkbar macht und die benachbarten Gymnasien, die MaZ-lerInnen und Gruppen aus Behinderteneinrichtungen den Gartlberg als geeigneten Aufenthaltsort entdeckt haben, an dem man sich wohlfühlen kann. Mit den Mitbrüdern und Bekannten beging Br. Johannes am 4. Dezember seinen 75. Geburtstag.
Ein Jubiläum gab’s auch zu feiern: Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes am 11. Dezember haben wir uns mit Herrn Generalvikar Dr. Klaus Metzl daran erinnert und dafür gedankt, dass die Salvatorianer am 8. Dezember vor 90 Jahren zur Seelsorge auf den Gartlberg kamen..

Wir sind dankbar, dass wir Salvatorianer trotz des vorgerückten Alters glücklicherweise noch ohne große gesundheitliche Beschwerden unsere Aufgaben wahrnehmen können. Genauso dankbar sind wir, dass viele  in der Wallfahrtskirche mithelfen und dass unsere Mitarbeiterinnen - manchmal bis an den Rand der Erschöpfung - für eine freundliche Atmosphäre in unserem Begegnungshaus sorgen. Dank an alle, die uns auf irgendeine Weise unterstützen! Ihre Anliegen nehmen wir gerne mit in's Gebet und tragen sie zur Gottesmutter in unserer Wallfahrtskirche hin.

So wünschen wir, dass Sie in der Feier der Weihnacht das Geheimnis der menschgewordenen Liebe Gottes  tiefer erfassen können. Mögen seine Gnade und sein Segen Sie im Neuen Jahr auf allen Wegen begleiten!

Die Salvatorianer vom Gartlberg

Pater Josef Mayer, P. Stephan Horn, P. Georg Fichtl, Br. Berno, Br. Johannes